Seit 2007 gibt es die Evangelische Gemeindestiftung Lippe. Ihr Ziel ist es, auf lange Sicht die Finanzierung wichtiger kirchlicher Aufgaben, zum Beispiel die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen, diakonische Aufgaben, den Erhalt der Kirchenmusik und der Kirchgebäude zu sichern. Bereits zum 12. Mal hat die Stiftung den Gemeindepreis ausgelobt. In diesem Jahr wurden elf Projekte als Beispiele guter Gemeindearbeit eingereicht. Mit dem 3. Preis wurde die Kirchengemeinde Augustdorf mit ihrem Projekt „Steine der Hoffnung“ bedacht. Bei der Online-Preisverleihung berichtete Pn Johanna Krumbach von den vielen bunten Steinen, die von den Augustdorfern bemalt und rings um die alte Dorfkirche gelegt wurden. Für jeden Stein wurden 2€ an „Brot für die Welt“ überwiesen, fast 900 € kamen zusammen. Der 2. Preis ging nach Sylbach. P Dirk Mölling stellte das Projekt „Videokartengottesdienste“ vor. Auch in seiner Gemeinde werden die Gottesdienste als Videos aufgezeichnet. Da aber viele Senioren den Umgang mit Tabletts und Smartphones nicht gewöhnt sind, werden in Sylbach die Videos auf besondere Karten überspielt, die den älteren Gemeindegliedern von Konfirmanden nach Hause gebracht werden. 50 Karten werden wöchentlich verteilt. Über den 1. Preis dürfen wir uns in Berlebeck für das Projekt „Briefkontakte“ freuen. Seit März 2020 schreibt Karin Niederkrome Briefe mit Alltagsgeschichten, die zum Freuen und Erinnern einladen. Wie berichtet sind 30 ihrer Geschichten in ihrem Buch „Briefkontakte“ veröffentlicht. Im Sommer erscheint der zweite Band „Briefsendungen“. Regelmäßig verschicken wir ihre Geschichten, versehen mit einem kleinen Bericht über das Gemeindeleben, an die Frauen unserer Frauenhilfe. Inzwischen sind daraus 48 Adressatinnen geworden. Die Briefe finden viel Zuspruch, weil sie in dieser kontaktlosen Zeit eine Verbindung zur Gemeinde ermöglichen. Die Seniorinnen rufen an oder schreiben ihrerseits Briefe und sind dankbar, dass sie nicht vergessen sind. Für persönliche Kontakte sorgen auch Hannelore Seifried und ihr Team, wenn sie zu Weihnachten, Ostern und zum Geburtstag einen persönlichen Gruß an die Haustür bringen.

Ein herzliches Dankeschön allen, die den Kontakt zu den Menschen in unserer Gemeinde aufrecht erhalten bis wir uns endlich in den Gruppen und Kreisen wiedersehen.

Iris Opitz-Hollburg