Chorjubiläen

In Berlebeck gibt es die lange Tradition, dass den Jubilaren im Pfingstgottesdienst gratuliert wird. Renate Matz wurde zu ihrem 30jährigen Jubiläum beglückwünscht. So lange schon trägt und bereichert sie mit ihrem Sopran den Chor. Oft sagt sie nach dem Lesen oder Hören eines biblischen Textes: „Das hätte ich jetzt singen können.“

Durch das Singen im Kirchenchor trägt man die biblischen Dank- und Trosttexte wie einen Schatz auswendig im Herzen und gibt sie in der Gemeinschaft der Sängerinnen und Sänger an die Zuhörenden weiter. Chorsingen ist lebendige Verkündigung des Wortes Gottes. Die Musik erreicht die Seele und die Worte das Herz.

Wir wünschen Renate Matz weiterhin viel Freude beim Singen und in der Gemeinschaft des Chores.

Für Karin Stahlberg geht eine Ära zuende. Nach 57 Jahren hat sie nach reiflicher Überlegung ihren Abschied aus dem Chor erklärt. Das Singen und die Gemeinschaft im Chor waren für sie in all den Jahren lebensprägend. P. Brackhage hatte sie seinerzeit ermutigt doch im Kirchenchor mitzusingen. In den Jahren wuchsen tiefe Freundschaften.

Lange Jahre hatte Karin Stahlberg auch den Vorsitz im Kirchenchor. Da galt es viel zu organisieren: Die Ausflüge, die Maiwanderungen, das Beisammensein danach, die Jahreshauptversammlungen, die immer zu kleinen kulinarischen Festen wurden, die Aufmerksamkeit für die Geburtstage der Chormitglieder, die Kartengrüße und auch das Kümmern, bei Sorgen und Krankheiten.

Für all das wurde Karin Stahlberg herzlich gedankt. Die Verbundenheit zu den Menschen und zum Glauben bleibt auch über den Abschied hinaus.

Auch Hans Drave hat sich nach vielen Jahren aus dem Kirchenchor verabschiedet.  „Ach, ich weiß das gar nicht so genau, ob 35 oder 37 Jahre sind, seit meinem 12. Lebensjahr singe ich doch schon bei Onkel Heinrich, Willi Welge, Wilhelm Michael.“

Mit seinem Tenor war er nicht nur eine wichtige Stimme im Chor. Hans Drave war auch das schriftliche Gedächtnis des Kirchenchores. Jahr für Jahr hat er die Chortätigkeit dokumentiert. Auch die Erstellung der Noten und die Pflege des Archivs hat er mit viel Engagement erfüllt.

Dafür wurde ihm herzlich gedankt.

Ein Genug gibt es in der Begeisterung für die Musik nicht. Man trägt sie wie einen Schatz im Herzen. Das bleibt über alle Abschiede hinaus.

Allen Sängerinnen und Sängern weiterhin viel Freude am Singen und der musikalischen Verkündigung des Wortes Gottes.