Gottesdienst und Datenschutz

Sommerkirche in Berlebeck

Um mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können, muss der Kirchenvorstand für die Gottesdienste Anwesenheitslisten führen.

Am Einfachsten ist es, wenn Sie bitte schon zuhause auf einen Zettel Ihren Namen, Anschrift und Telefonnummer aufschreiben und mitbringen. Wenn Sie zu zweit oder zu dritt kommen, schreiben Sie bitte alle Namen auf. 

Wir sammeln die Zettel ein und halten sie vier Wochen unter Verschluss. Dann werden sie vernichtet.

Zu Ihrer Information fügen wir die Datenschutzerklärung bei.

 

 

Kontaktdaten der Gottesdienstbesucher/innen

in der Sommerkirche der Ev.-ref. Kirchengemeinde Berlebeck

 

Zum evtl. notwendigen Nachvollziehen von Infektionsketten im Falle einer Covid-19-Infektion müssen wir Ihre Daten aufnehmen um diese in einem Infektionsfall an das zuständige Gesundheitsamt weiterleiten zu können.

Name: _________________________________________________

Anschrift: _________________________________________________

Telefon: _________________________________________________

Datum: _________________________________________________

 

Informationspflichten nach § 17 DSG.EKD bei einer Erhebung von Daten bei der betroffenen Person im Zuge der Corona-Pandemie.

Wir erheben diese Daten aufgrund von § 6 Nr. 7 DSG.EKD (Erforderlich, um lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person zu schützen) und § 6 Nr. 8 in Verbindung mit § 6 Nr. 4 DSG-EKD (Zur Wahrnehmung der berechtigten Interessen eines Dritten erforderlich, sofern nicht die schutzwürdigen Interessen der betroffenen Person überwiegen, insbesondere dann, wenn diese minderjährig ist. Die Verarbeitung ist für die Wahrnehmung einer sonstigen Aufgabe erforderlich, die im kirchlichen Interesse liegt).

Gemäß § 13 Abs. 2 Nr. 9 DSG-EKD ist die Verarbeitung aus Gründen des öffentlichen Interesses im Bereich der öffentlichen Gesundheit, wie zur Gewährleistung hoher Qualitäts- und Sicherheitsstandards bei der Gesundheitsversorgung und bei Arzneimitteln und Medizinprodukten, auf der Grundlage des kirchlichen oder staatlichen Rechts, das angemessene und spezifische Maßnahmen zur Wahrung der Rechte und Freiheiten der betroffenen Person, insbesondere des Berufsgeheimnisses vorsieht, erforderlich.

 

Verarbeitung Ihrer Daten: Diesen Bogen mit Ihren Daten werfen Sie bitte in den geschlossenen Behälter im Eingangsbereich. Nach dem Gottesdienst werden alle Bögen der Gottesdienstteilnehmer/innen in einem geschlossenen Umschlag aufgehoben. Die Umschläge werden nur im Falle einer aufgetretenen Infektion auf Anordnung eines Gesundheitsamtes weitergeleitet und von einer berechtigten Gesundheitseinrichtung geöffnet. Ansonsten werden die verschlossenen Umschläge nach vier Wochen vernichtet.

Eine weitere Verarbeitung Ihrer Daten durch die Kirchengemeinde findet nicht statt.

Informationen zu Datenschutz erhalten Sie von:

 

der örtlichen Beauftragten für den Datenschutz:

Swetlana Ottolin

Landeskirchenamt der Lippischen Landeskirche

Leopoldstr. 27 - 32675 Detmold

05231 – 976 866 - swetlana.ottolin(@)lippische-landeskirche.de

 

 

Rosen

Eine Geschichte zum Freuen von Karin Niederkrome

 

Ich denke in dieser Zeit oft an die wunderschönen Rosen in Opas Garten zurück. Selbst wir Kinder hatte Freude an den duftenden Blüten und Farben.

Aber die größte Freude an seinen Rosen hatte natürlich mein Großvater selber. Er wollte Gärtner werden, aber das erlaubten seine Eltern nicht. Er solle etwas Vernünftiges lernen, er sollte Möbeltischler werden. Das war 1916, eine Zeit im Umbruch und da hatte man den ausgewählten Beruf der Eltern zu erlernen.

Seit 1930 lebten meine Großmutter und mein Großvater zusammen mit der Familie meiner Großmutter in einem Haus. In dieser Zeit begann mein Großvater seinen Garten anzulegen. Im Sommer stand er schon beim Aufgang der Sonne in seinem Garten. Und nach der Arbeit als Tischler arbeitete er abends weiter in seinem Garten.

Er legte rund um das Haus Blumenbeete an. Am Eingang zum Haus wuchsen rote Pfingstrosen, große Büsche mit unzähligen Blüten. Wir Kinder fanden die Pfingstrosen besonders schön, wenn ihre Blütenblätter abfielen. Wir sammelten sie auf und stellten uns vor, dass das unsere Geldscheine waren, mit denen wir im Garten einkaufen konnten. Fielen zu wenige Blütenblätter ab, und wir brauchten dringend Geldscheine, dann halfen wir auch schon mal nach und schüttelten die Zweige. Opa war ja nicht da, und die Frauen waren im Haus oder im Garten hinter dem Haus beschäftigt. Besonders gern knipsten wir auch die drei dicken Samenstände in der Mitte der Pfingstrosen ab, sie waren unser Brot, das wir gut verkaufen konnten.

Ein Plattenweg von zwei Steinplatten führte zur Haustür, rechts und links von einem Kiesstreifen eingerahmt, der jeden Samstag frisch geharkt wurde. Daneben erhob sich eine flachenSteinmauer, über die der blau-lila Phlox in Polstern wuchs.

Die Steinmauer umrahmte rechts und links die Blumenbeete mit niedrig blühenden Pflanzen und aus ihnen heraus wuchsen die Hochstammrosen. Sie standen im Abstand von 2m in einer Reihe.

Die Hochstämme hatte Opa selbst gezogen. Dazu grub er im Hohlweg vom Gut Johannettental zum Königsberg aus den Dornenbüschen den dicksten Stamm heraus und pflanzte ihn in seinem Garten ein. Die Seitentriebe wurden entfernt, der Stamm an einen Holzstab gebunden, damit er gerade wachsen konnte. An der Spitze des Stammes okulierte er die Augen einer schönen Rose, die er auf dem Markt für meine Großmutter gekauft hatte. Das ging so: Von einer einzelnen Rose schnitt er mit einem kleinen Rechteck ein Auge heraus, einen neuen Trieb, den man nur als Ansatz sehen konnte. In den Rosenstamm schnitt er mit seinem Okuliermesser ein T, das heißt einen Querschnitt und darunter einen Längsschnitt. Nun öffnete er das T und setzte das kleine Rechteck des neuen Auges in das T hinein. Er verschmierte es dünn mit einer bräunlichen Paste und umwickelte das neu eingesetzte Auge mit etwas Bast. Nun brauchte er nur noch zu warten, ob das Auge am neuen Stamm auch anwuchs. Er hatte ja nicht nur ein Auge eingesetzt, sondern einen ganzen Kranz von neuen Augen. Diese neuen Triebe entwickelten sich oben am Stamm und schon im nächsten Jahr blühten die Nachkommen der Rose, die er meiner Großmutter geschenkt hatte.

Zwanzig Jahre später kam ich auf die Welt, und als ich Kind war, hatte Opa in seinem Garten an die 100 Rosenhochstämme in seinem Garten, und als ich meine ersten Rosen von meinem zukünftigen Mann geschenkt bekam und meine Schwester die von Ihrem Mann, okulierte er sie auf verschiedene Rosenstämme, und jedes Jahr sahen wir unsere ersten Rosen im Juni/ Juli wieder im Garten blühen.

An jedem Sonntag ging Opa morgens nach der Kirche mit einem seiner selbstgeflochtenen Körbe – Wnterarbeit -  und einer Rosenschere in den Garten und schnitt die verwelkten Rosen aus den Hochstämmen. So manch einer aus dem Dorf blieb auf der Schotterstraße vor dem Haus stehen, und es wurde ein Plausch gehalten. Bewundert wurden auch die gefüllten dunkelrosa Heckenrosen, die am Metallgitter vor dem Garten wuchsen. Jedes Jahr band Opa die neuen Triebe am Zaun fest, wodurch die Heckenrosen eine immer größere Fäche zum Blühen bekamen.

Im Garten gab es nur alte Rosen, die es damals eben gab. Ihre Namen weiß ich nicht, aber ich sehe noch heute ihre Farben: weiß, gelb, innen gelb, außen rosa, orange, hellrosa, dunkelrosa bis zum hellen und dunklen Rot. Einige hatten nur wenige Blütenblätter und der Wind ließ sie heftig flattern, andere waren so dicht gefüllt, dass der Wind sie nur im Ganzen bewegen konnte wie dicke Bälle. Und  an ihre Düfte kann ich mich erinnern, zarte Düfte, kaum wahrzunehmen, und dicke schwere Rosendüfte.

Zur Straße hin hatte Opa zwischen den Rosen größere Stauden gesetzt, wie z.B. das weiße Prachtspiere oder den blauen Eisenhut oder die Bartiris, auch Schwertlilie genannt, in gelb oder blau oder mehrfarbig, mit glatten Blütenrändern oder gekräuselten. Die Bartiris brauchten viel Platz mit ihren Rhizomen. Wurde eine Pflanze zu breit, teilte Opa die Rhizome im Herbst und setzte sie an anderer Stelle im Garten wieder ein.

Mich faszinierte an diesen Blumen neben ihrer Schönheit und ihrem Duft vor allem, wenn die Bienen und Hummeln in ihren Blütenkelchen, die wie dunkle Höhlen aussahen, über den Bart verschwanden und über und über mit gelbem Blütenstaub rückwärts wieder aus ihnen herauskrabbelten. Ich hatte das Gefühl, sie seien so schwer geworden, dass sie kaum weiter fliegen konnten. Aber das konnten sie. Schwerfällig und tief brummend setzten sie ihren Flug schon zur nächsten Blüte fort.

Unsere Bleichwiese links vom Eingang zierte ein breites Blumenbeet, das Opa mit zwei Halbkreisen auslaufen ließ. In diesen Halbkreisen konnten sich die Iris ausdehnen. Hier wuchsen flachere Blumen, wie Vergissmeinnicht, die blaue Polsterglocke und zur Straße hin die Ballhortensien und der Schneeballbaum ganz in der Ecke. Wir pflückten im Sommer gerne mal seine Blütenbälle und bewarfen uns gegenseitig damit. Was uns nicht gut bekam: „Habt ihr schon wieder den Schneeball abgerupft?!“

Aber der Ärger war bald verflogen und so lange blühte der Schneeball ja auch nicht!

Am Ende der Bleichwiese führte wieder ein schmaler Plattenweg zu einem Brunnen. Darauf lag eine Holzplatte mit Scharnieren und ein Stein lag darauf.

Es war uns Kindern absolut verboten, den Brunnen zu öffnen und daran hielten wir uns auch. Auf diesem großen Beet wuchsen vorwiegend orangefarbene Ringelblumen, ein paar Stauden weißen Prachtspieres und Hortensien. Hier spielten wir gerne Kaufmann. Es war so ein schönes breites Beet. Wir hatten uns Wege darin angelegt und konnten wunderbar die Ringelblumen verkaufen und auch mal eine dicke Hortensie, was aber wieder Ärger gab.

An der Hauswand am Ende des Beetes wuchs ein Weinstock, der auch schon ziemlich alt sein musste, sein Stamm war dick und knorrig und der Wein wuchs das Haus hinauf. Er trug auch jedes Jahr Trauben, aber die waren nur so groß wie Rosinen und schmeckten nur sauer. Es bestand keine Gefahr, dass wir Kinder sie abpflückten!  

Nach oben zum Feld hin wuchsen dichte Sträucher wie die gelben Forsythien. Sie boten den Windschutz für die große weiße Holzbank, die Opa selber gebaut hatte. Sie war so lang, dass vier Erwachsene auf ihr sitzen konnten. Hier saßen die Erwachsenen abends und erzählten vom Tag oder darüber, was es Neues im Dorf gab. Hier kamen auch mal die Nachbarn vorbei, und es wurde viel gesungen. Die meisten im Haus sangen im Verein. Sonntagnachmittags saßen hier die Erwachsenen mit dem Besuch, der gekommen war. Ein paar korbgeflochtene Stühle wurden aus der Veranda dazugestellt. Zum Abend hin, wenn die Besucher sich wieder verabschiedet hatten, oder auch mit ihnen, wurde gerne gesungen.  

Das Lieblingslied meines Großvaters war das Lied: Im schönsten Wiesengrunde. Es wurde von uns allen mehrstimmig gesungen, besonders die Männerstimmen fand ich toll.

„Die letzte Strophe singen wir heute Abend aber nicht“, darauf bestand meine Mutter jedes Mal. „Dann singen wir lieber „Der Mond ist aufgegangen“. Und so gingen die Abende bei uns zu Ende und die Dunkelheit nahm alle Blumen mit in ihren Zauber.  Die Rosen dufteten noch, und das weiße Prachtspiere leuchtete noch lange in den Abend hinein.

Es gibt 13 Strophen von dem Lied „Im schönsten Wiesegrunde“, in denen das Tal mit seinen Blumen, der Wald mit seinen Vögelchen, die Insekten, das Bächlein, die Fische im Bach, die Tautropfen vorkommen. Vom Tisch der Gnaden, vom Paradies und von den Quellen ist die Rede.

Gesungen werden aber meistens nur die 1., die 12. und die 13. Strohe.

Die habe ich Ihnen hier aufgeschrieben.

Wilhelm Ganzhorn Im schönsten Wiesengrunde

  1. Im schönsten Wiesengrunde ist meiner Heimat Haus

da zog ich manche Stunde ins Tal hinaus.

Dich mein stilles Tal, grüß ich tausendmal!

Da zog ich manche Stunde ins Tal hinaus.

12. Müsst aus dem Tal ich scheiden, wo alles Lust und Klang,

das wär mein herbstes Leiden, mein Letzter Gang.

Dich mein stilles Tal, grüß ich tausendmal!

Das wär mein herbstes Leiden, mein letzter Gang.

13. Sterb ich in Tales Grunde, will ich begraben sein.

Singt mir zur letzten Stunde beim Abendschein:

„Dir mein stilles Tal, Gruß zum letzten Mal!“

Singt mir zur letzten Stunde beim Abendschein.

Ich selber singe auch lieber nur die erste Strophe. Das Tal mit seiner Schönheit können wir uns gut vorstellen. Bestimmt haben Sie selber auch so schöne Gärten oder Landschaften vor Ihren Augen?

 

 

Corona-Pfunde

 

Viele haben Ihre Freude am Kochen entdeckt und manche bestimmt sogar ein neues Talent.

Aber einen kleinen Nachteil hat das Kochen am eigenen Herd ja doch. Man sah es nicht sofort, aber man spürte es an seinem eigenen Körper, schleichend, langsam. Jetzt, zwei Monate später, spürt man es schon deutlicher und man sieht es auch schon deutlicher: Das Corona-Virus versprüht unglaublich viele Pfunde, die sich einfach an unsere Körper heften.

Nicht, dass es uns z.Z. ansteckt und furchtbar krank macht, nein, zum Glück nicht. Die Politiker und die Virologen und die Ärzte und die Krankenschwestern und –pfleger haben alles für unsere Bevölkerung getan, um das Virus von uns fern zu halten. Und die meisten von uns waren sehr diszipliniert und sind nicht nach draußen gegangen, haben home office gemacht. Allerdings waren wir da auch immer in der Nähe eines gut gefüllten Kühlschrankes!

Die Kinder durften nicht in die Schule gehen oder in die Kitas. Es wurde alles dafür getan, damit das Virus in Deutschland nicht wild um sich schlagen konnte. Und dafür sind wir alle den unermüdlichen Helfern und Schützern sehr dankbar. Aber es standen auch überall kleine Schälchen in der Wohnung, gefüllt mit feinen Leckereien, die man im Vorbeigehen mal eben probierte. Man muss ja schließlich wissen, ob sie noch gut schmecken.

Es stand bestimmt auch die eine oder andere Schale Obst auf dem Tisch oder auf der Anrichte. Aber, sind wir doch mal ehrlich. Einen Apfel zu essen oder eine Apfelsine, die man auch noch abpellen muss, dauert doch viel zu lange. Und da sind doch die Chipse von gestern Abend viel leichter im Vorbeigehen in den Mund zu stecken. Außerdem müssen die ja auch weg, sie werden doch sonst welk. Einen Apfel, denken Sie jetzt, den kann man ja auch halbieren oder vierteln. Aber er oxydiert so schnell an frischer Luft.

Gummibärchen oxydieren nicht!

Das Virus wütet zum Glück nicht in unserer Nähe, doch es versprüht ständig seine Kalorien. Man atmet sie ein, und sie legen sich auf unsere Hüften und unseren Bauch. Der Hals und die Arme und die Beine kriegen nicht so viel von den Kalorien und Kohlehydraten ab, sind wohl noch nicht durchgerutscht. Aber der Bauch, und die Hüften!

Mir ist das zuerst an mir selber aufgefallen. Ich bin von Natur aus gar kein schlanker Mensch, aber meine Garderobe passte. Ich staune aber, dass meine Waage morgens immer ein wenig mehr an Gewicht anzeigt, als vor dem 13. März. Unbegreiflich! Ich kann essen, was ich will, ich nehme zu!

Zuerst dachte ich: „Ach, das ist im Moment nicht so schlimm, das nimmst du locker wieder ab!“ Leider stellte ich mir damals nicht die Frage: „Aber wann?“ Ich dachte, das wird schon. Aber es wurde nicht, es wurde mehr. Die Zahlen auf der Waage verschoben sich langsam, aber stetig, immer weiter ein Stückchen nach oben: Das sind die Corona-Pfunde!

Dabei aß ich doch genauso weiter, wie bisher. Ich verzichtete sogar ganz auf Süßigkeiten, weil meine Enkelkinder ja nicht mehr zu Besuch kamen. Ich habe gar keine Süßigkeiten mehr in meinen Schrank, also esse ich auch keine. Insgesamt nahm allerdings der Konsum von Süßigkeiten im März dieses Jahres in der Bevölkerung um eine zweistellige Prozentzahl zu, wie der Süßwarenverband sagt. Corona ermuntert uns, alles zu uns nehmen, was Kalorien und Kohlenhydrate hat, und setzt sich als die sogenannten Corona-Pfunde einfach auf unsere Hüften und unseren Bauch! Jedenfalls ist das bei mir so.

Das Internet ist stark gefragt, wenn es um neue Rezepte geht. Nicht etwa um kalorienarme Rezepte, die sind nicht so sehr gefragt. Aber: „Wie backe ich mein Bananenbrot selber?“, wird ständig abgerufen.

Auch noch bemerkenswert ist es, dass der Hype auf die Low-Carb Ernährung seit dem 13. März abklingt. Low-Carb zu essen heißt, weniger Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Das ist vorbei, wie der Ernährungswissenschaftler Uwe Knop sagt: „ In Krisenzeiten brauchten wir Nudeln und Mehlspeisen.“

Das hat man in den Lebensmittelgeschäften im März erlebt: Es gab keine Nudeln mehr, und Mehl gab es bis weit in den April nicht mehr. Das mit dem Toilettenpapier ist ein anderes Thema, aber die mangelnde Hefe passt wieder dazu, dass wir alles ergattern wollten oder gehamstert haben, was nur irgendetwas mit Kalorien oder Kohlenhydraten zu tun hatte.

Also: Corona lässt die Kalorien und die Kohlehydrate nur so auf uns zu fliegen. Da haben wir doch eine wunderbare Erklärung für meine Gewichtszunahme!

Und nicht nur für meine: In den letzten Tagen habe ich beim Einkaufen tatsächlich einmal darauf geachtet, ob die Menschen wohl zugenommen haben? Vielleicht sind meine Beobachtungen nicht repräsentativ, aber die Dame vor mir an der Kasse war ganz in schwarz gekleidet und trug über ihrer Kleidung einen weiten schwarzen Umhang, eine Art Bluse. Ich will nicht sagen, dass sie zugenommen hätte, aber ihr Hals und ihre Beine waren richtig schlank, doch unter ihrem Umhang wölbten sich die Corona-Pfunde. Schwanger war sie nicht, sie war über 50 Jahre alt. Ich sah mich weiter um an den anderen Kassen. Auch da stand eine Dame in meinem Alter mit einem weiten beigen Umhang, der noch Spielraum ließ, aber nicht mehr viel. Und dann sah ich noch eine Dame und noch eine. Ich will nicht sagen, dass ich erleichtert war, ich trug ja selber auch ein ganz weites T-Shirt über meinen Corona-Pfunden. Aber eine kleine Beruhigung war es doch für mich. Wenige Damen sah ich, die ganz schlank waren, wie immer wahrscheinlich. Sie sind einfach kalorienresistent, toll! Und da machen ihnen so ein paar umherfliegende Corona-Dickmacher auch keine Probleme. Sie prallen an ihnen einfach ab.

Und dann fielen mir auch einige Herren auf. Die trugen keine weiten Umhänge, sie zeigten, was sie hatten. Ich glaube nicht, dass das nur Bierbäuche waren.

In einer Statistik liest man, dass die Herren z.Z. mehr Muskelmasse verlieren, und wenn dann die Corona-Pfunde auf sie zufliegen, dann ist das ungefähr ein Ausgleich zu ihrem regulären Gewicht. Wir Frauen haben generell weniger Muskelmasse, deshalb sieht man bei uns gleich, dass wir zugenommen haben, wenn uns die Corona-Kalorien gestreift haben. Noch eine gute Erklärung dafür, warum ich zugenommen habe. Ich finde solche Statistiken richtig gut.

Bei etwas älteren Menschen machen sich die Corona-Fettpölsterchen gar nicht so bemerkbar, schreibt die Statistik. Ältere Menschen nehmen im Moment genauso viel ab oder zu wie immer. Ach, wäre ich doch nur schon älter!

In Deutschland sagen 20% der Bevölkerung, sie hätten zugenommen. 8% der Bevölkerung meinen, dass sie sogar abgenommen hätten. Na, wenn da die Waage mal stimmt!

In Frankreich hat eine Umfrage ergeben, dass über 50% der Bevölkerung zugenommen habe und in China sollen 73% der Bevölkerung zugenommen haben. Hoffentlich trägt unsere Erde das zunehmende Gewicht der Industrieländer!

Es ist aber auch zu verführerisch, seit mehr als acht Wochen jeden Tag so frisch kochen zu können. Wir haben jeden Tag Zeit, es gibt so viel Entschleunigung, wir können endlich mal in aller Ruhe planen und einkaufen. Wir können endlich mal wieder die alten Rezepte von früher ausprobieren, einen deftigen Eintopf, Kartoffelpuffer oder den Lippischen Pickert mit Rosinen und Leberwurst und / oder Butter mit Pflaumenmus. Es gibt ja wieder Hefe! Alle diese wunderbaren Speisen schmecken so gut, und wir haben ja Zeit!

Und das Internet hilft uns auch noch weiter mit Rezepten, wenn uns nichts mehr einfällt.

Ich glaube inzwischen nicht mehr daran, dass ich meine vielen Ehrenämter so bald wieder ausüben kann. Ich glaube auch nicht daran, dass sich meine Corona-Pfunde einfach so auflösen.

Ich glaube, ich muss mal was tun dagegen. Vielleicht sollte ich einfach mal jeden Tag einen Spaziergang machen, nicht so weit, nicht so lang, aber vielleicht streife ich dann ja unterwegs immer mal ein paar Gramm von meinen Corona-Pfunden ab. Morgen fange ich damit an.

Karin Niederkrome

 

 

 

Maskerade

 

Neuerdings müssen wir alle Masken aufsetzen, wenn wir einkaufen oder mit der Straßenbahn oder mit dem Bus fahren wollen. Nur wenn wir Auto fahren, dürfen wir keine Maske tragen. Das kostet 60,00€ Bußgeld! Die Maske würde uns nicht so sehr beim Fahren stören. Aber, wenn wir eine Maske tragen, würden wir nicht mehr erkannt werden, wenn wir geblitzt werden. Und das geht doch wirklich nicht!!

Der Beifahrer allerdings darf eine Maske tragen, wenn er überhaupt mitfahren darf.

Ich habe in der letzten Woche begonnen, Masken selber zu nähen. Blickdichte Baumwollstoffe, helles beige mit ganz dezentem Muster, hatte ich noch zu Hause in meiner Näh- und Bastelecke liegen und ich hatte noch 2m Gummiband, solches, das man früher in die Schlüpfer nähte.

Im Internet habe ich mir angesehen, dass ich pro Maske 40x20cm

Stoff brauche, den ich dann säume und falte und nähe und schließlich noch 20cm Gummiband, das ich an jede Seite nähe. Alles mit der privileg Nähmaschine, die mir meine Schwiegermutter 1975 zum Geburtstag schenkte. Hält bis heute.

Ich schnitt erst einmal 10 Masken zu, nähte die erste und stellte fest, dass sie zu groß war. Ich konnte jede zugeschnittene Maske halbieren und würde auf diese Weise also 20 Masken bekommen.

Ich bin bis Maske 5 gekommen, dann war das Gummiband verbraucht. „Ach, das ist nicht schlimm. Morgen kaufe ich sowieso ein, dann hole ich neues Gummiband.!“

Es gibt gar kein Gummiband mehr. Dort in dem Nähregal, in dem sonst 20 verschiedene Sorten Gummiband hingen, hing nichts mehr, alles war leer, eine große leere Wand.

Gut, Gummitwist dürfen die Kinder in diesem Jahr sowieso nicht spielen, wenn sie nicht Geschwister sind.

„Also, irgendwann gibt es auch wieder Gummiband.“ Aber, ob ich es dann noch brauche? Werden wir dann noch Masken tragen?

Jetzt sieht man beim Einkaufen fast jeden mit einer Maske umherlaufen.

Da gibt es den coolen Machotyp, der eine ganz eng geschnittene Maske trägt, passend zu seiner ebenso geschnittenen Jeans.

Da trägt der ewig jung gebliebene pensionierte Akademiker und Golfspieler lässig seinen schicken roten Wollschal, zweimal um den Hals gewickelt und einmal über Mund und Nase. 

Der Schal rutscht ständig zurück auf seinen ursprünglichen Platz am Hals. Also packt er mit der linken Hand seine Sachen vom Band in den Korb und mit seiner rechten den Schal wieder vor Mund und Nase. Sehr lässig! Vielleicht sogar etwas nachlässig!

Und dann gibt es die jungen Mütter, die allesamt fröhliche bunte Masken tragen, auch für ihre Kinder, natürlich selbstgeschneidert, vegan und nachhaltig.

Bei etwas älteren Damen sehe ich ab und zu auch schon wieder gekaufte Masken aus der Apotheke. Gibt es dort wieder welche? Muss doch mal nachfragen! Ich blicke neidisch auf die Damen, die ihre Apothekenmasken selbstbewusst und mit etwas angehobener Nase tragen. Stilvoll!

Nicht zu vergessen die Männer, die einen Bart tragen. Sie haben ziemlich große Probleme den Bart unter einer Maske zu verstecken. Entweder tragen sie Übergröße oder gar keine Maske, nützt sowieso nichts, denn die Viren finden ihren Ein- und Ausgang immer durch den Bart zu Mund und Nase.

Modebewusste Mädchen und Frauen haben das Problem mit der Maske ja schon bevor sie das Haus verlassen. Sie haben in ihrem Kleiderschrank radikal eine ganze Stange leergeräumt für die Kleidersammlung. Sie wollten immer schon mal aufräumen! Auf dieser leergewordenen Stange hängen nun die in einer Boutique gekauften Masken. Jeden Morgen haben sie nun die Qual der Wahl: Welche Maske passt zu meiner Kleidung und welche Brille trage ich dazu?

Ja, und dann gibt es Menschen wie ich, tragen schlichte beige

Masken mit dezenten Tupfen, ein bisschen zu groß, ein bisschen zu klein, mit der heißen Nadel genäht und noch ein bisschen heraushängende Fäden. Bewundernde Blicke zieht man damit nicht auf sich! Noch nicht einmal neugierige!

Aber ich habe ja auch schöne Masken, tadellos selbstgenäht mit Drahteinlage, perfekter Sitz, drei verschiedene Muster. Die hat eine Freundin von mir genäht und mir geschenkt. Sie selbst näht inzwischen große Mengen und findet reißenden Absatz. Sie nimmt im Moment aber nur noch Bestellungen entgegen, wenn Gummiband mitgeliefert wird.

Diese Masken werde ich in diesem Sommer zu besonderen Anlässen tragen. Aber wann gibt es in diesem Sommer einen besonderen Anlass? Eigentlich sehe ich noch keinen, aber wenn, ….

Karin Niederkrome

 

 

Haben Sie auch Maskenfotos? Dann schicken Sie sie mir doch bitte. Hier hätten sie Platz und wir können raten: Wer ist wer?

Bleiben Sie behütet und gesund.

Herzliche Grüße

Iris Opitz-Hollburg

(Pn.OH@gmx.de)

 


Corona

und die Folgen für unsere Gemeinde

Liebe Berlebeckerinnen und Berlebecker,

die Ausbreitung des Corona-Virus stellt uns alle vor große Herausforderungen.

Auf Empfehlung der Landeskirche werden weiterhin alle Gemeindeveranstaltungen abgesagt.  Das bedeutet, dass die Frauenhilfe, der Kurs zur Spiritualität, der Besuchskreis, die Jugendgruppen sowie die Proben von Kirchenchor und Musikkreis nicht stattfinden. Auch das Jugendcafé bleibt geschlossen.

Die Senioren werden zu ihrem Geburtstag nur auf ausdrücklichen Wunsch besucht. Sie erhalten einen schriftlichen oder fernmündlichen Geburtstagsgruß.

Die Konfirmation am 10. Mai wurde verschoben und wird voraussichtlich am 13. September nachgeholt.

Die Gold- und Diamantkonfirmation, die für den 27. September geplant war,

wird um ein Jahr verschoben und soll am 26. September 2021! stattfinden.

Für unseren Unterstützungsdienst, um z. B. dringende Einkäufe zu erledigen, haben sich mehrere Helfer gemeldet.

Auch für Gespräche sind wir selbstverständlich für Sie da.

Wenn Sie Gespräche wünschen oder Hilfe in Anspruch nehmen möchten, melden Sie sich bitte bei Pn. Opitz-Hollburg. (05231/47258)

Wir bemühen uns, diese Information dem jeweils aktuellen Stand anzupassen.

Aktuelle Informationen der Lippischen Landeskirche  finden Sie >>hier<< auf der Homepage der Lippischen Landeskirche.