Gottesdienst und Datenschutz

Sommerkirche in Berlebeck

Am 7. Juni wollen wir bei schönem Wetter mit unserer Sommerkirche auf der Gemeindewiese starten. Dann findet sonntags um 17.00 Uhr ein Open-Air Gottesdienst statt.

Das Corona-Virus hält uns auch dort auf Trapp. Neben manchem anderen ist der Kirchenvorstand verpflichtet eine Anwesenheitsliste zu führen.

Am Einfachsten ist es, wenn Sie bitte schon zuhause auf einen Zettel Ihren Namen, Anschrift und Telefonnummer aufschreiben und mitbringen. Wenn Sie zu zweit oder zu dritt kommen, schreiben Sie bitte alle Namen auf. 

Wir sammeln die Zettel ein und halten sie vier Wochen unter Verschluss. Dann werden sie vernichtet.

Zu Ihrer Information fügen wir die Datenschutzerklärung bei.

 

 

Kontaktdaten der Gottesdienstbesucher/innen

in der Sommerkirche der Ev.-ref. Kirchengemeinde Berlebeck

 

Zum evtl. notwendigen Nachvollziehen von Infektionsketten im Falle einer Covid-19-Infektion müssen wir Ihre Daten aufnehmen um diese in einem Infektionsfall an das zuständige Gesundheitsamt weiterleiten zu können.

Name: _________________________________________________

Anschrift: _________________________________________________

Telefon: _________________________________________________

Datum: _________________________________________________

 

Informationspflichten nach § 17 DSG.EKD bei einer Erhebung von Daten bei der betroffenen Person im Zuge der Corona-Pandemie.

Wir erheben diese Daten aufgrund von § 6 Nr. 7 DSG.EKD (Erforderlich, um lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person zu schützen) und § 6 Nr. 8 in Verbindung mit § 6 Nr. 4 DSG-EKD (Zur Wahrnehmung der berechtigten Interessen eines Dritten erforderlich, sofern nicht die schutzwürdigen Interessen der betroffenen Person überwiegen, insbesondere dann, wenn diese minderjährig ist. Die Verarbeitung ist für die Wahrnehmung einer sonstigen Aufgabe erforderlich, die im kirchlichen Interesse liegt).

Gemäß § 13 Abs. 2 Nr. 9 DSG-EKD ist die Verarbeitung aus Gründen des öffentlichen Interesses im Bereich der öffentlichen Gesundheit, wie zur Gewährleistung hoher Qualitäts- und Sicherheitsstandards bei der Gesundheitsversorgung und bei Arzneimitteln und Medizinprodukten, auf der Grundlage des kirchlichen oder staatlichen Rechts, das angemessene und spezifische Maßnahmen zur Wahrung der Rechte und Freiheiten der betroffenen Person, insbesondere des Berufsgeheimnisses vorsieht, erforderlich.

 

Verarbeitung Ihrer Daten: Diesen Bogen mit Ihren Daten werfen Sie bitte in den geschlossenen Behälter im Eingangsbereich. Nach dem Gottesdienst werden alle Bögen der Gottesdienstteilnehmer/innen in einem geschlossenen Umschlag aufgehoben. Die Umschläge werden nur im Falle einer aufgetretenen Infektion auf Anordnung eines Gesundheitsamtes weitergeleitet und von einer berechtigten Gesundheitseinrichtung geöffnet. Ansonsten werden die verschlossenen Umschläge nach vier Wochen vernichtet.

Eine weitere Verarbeitung Ihrer Daten durch die Kirchengemeinde findet nicht statt.

Informationen zu Datenschutz erhalten Sie von:

 

der örtlichen Beauftragten für den Datenschutz:

Swetlana Ottolin

Landeskirchenamt der Lippischen Landeskirche

Leopoldstr. 27 - 32675 Detmold

05231 – 976 866 - swetlana.ottolin(@)lippische-landeskirche.de

 

 

Geh aus mein Herz“

Christi Himmelfahrt war immer ein Tag, an dem wir nach dem Gottesdienst eine Wanderung gemacht haben, eine Fahrradtour, irgendwohin ins Grüne gefahren sind, gepicknickt haben und uns vor allem an der aufblühenden Natur gefreut haben.

Ich habe heute Morgen den Gottesdienst in Heiligenkirchen besucht. Das erste Mal, dass wir wieder einen gemeinsamen Gottesdienst gefeiert haben. Und das Besondere: Wir saßen alle auf Stühlen auf der grünen Wiese vor der alten wunderschönen Kirche in Heiligenkirchen.

Ganz einfach war das nicht. Die Pastorin stand mit Mundschutz am Eingang zum Gottesdienstplatz. Sonst wurden wir mit einem Handschlag begrüßt. Das geht in dieser Zeit nicht. Wir nickten uns nur zu und trugen ebenfalls einen Mundschutz.

Unsere Hände zeigten wir vor, sie wurden mit einem Desinfektionsmittel besprüht.

Die Kirchengemeinde musste dafür sorgen, dass unsere vollständigen Adressen und Telefonnummern aufgeschrieben wurden. Sollte jemand an dem Corona-Virus später erkranken, so könnte man die Kontaktpersonen feststellen.

Jemand wies uns einen Platz zu, mir einen Einzelplatz im Schatten mit zwei Metern Abstand zu meinen Nachbarn. Es war herrlich sonnig und warm heute. Ehepaare oder Hausgemeinschaften durften zusammensitzen. Wir nickten uns zu, sprachen ein paar Worte miteinander, unseren Mundschutz durften wir jetzt abnehmen.

Zu Beginn spielte der Posaunenchor die Melodie von „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“. Paul Gerhardt hat das Lied 1653 geschrieben, als er 46 Jahre alt war, fünf Jahre nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges. Sie finden es im Gesangbuch unter EG 503

In den ersten 7 Strophen fasst Paul Gerhardt die aufblühende Natur im Mai zusammen. Er lässt die blühenden Gärten vor unseren Augen erscheinen und sie sind wirklich eine Pracht. In allen Farben blühen sie plötzlich, als wolle eine Blume die anderen mit ihrer Formen- und Farbenpracht übertrumpfen vom kleinen Gänseblümchen bis hin zur Kaiserkrone, bis hin zu den großen Bäumen, die in grünem Laub stehen. Die Vögelchen werden genannt: Die Lerche – es gibt sie kaum noch -, die Taube, die Nachtigall – wann haben Sie das letzte Mal eine Nachtigall gehört? Die Glucke wird erwähnt mit ihren Küken – ich kenne dieses Bild von uns zu Hause, als ich ein kleines Kind war. Unsere Enkelkinder kennen eine Glucke mit Küken wahrscheinlich nur aus Bilderbüchern. Der Storch ist auch unseren Kindern noch etwas bekannter, denke ich. Aber Schwalben sah ich im letzten Sommer nur noch wenige. Vielleicht kommen sie ja in diesem Sommer wieder zu uns. Es wäre schön. Vom Reh und vom Hirschen dichtet Paul Gerhardt und von den Schafen mit ihrem Hirten am Bach und auf den Wiesen. Das alles können wir noch erleben.

In der sechsten Strophe schreibt der Liederdichter von den Bienen, von der Bienenschar. Ja, Bienenvölker gibt es noch, obwohl auch sie gepflegt werden müssen und geschützt werden müssen vor einem Parasiten. Aber Wildbienen, von denen es hunderte von Arten gibt oder gegeben hat, sind vom Aussterben bedroht. Was wird, wenn es keine Bienen zur Bestäubung der vielen Blüten mehr gibt, von der sich wieder viele Insekten ernähren, davon die Vögelchen?

Von der aufblühenden Fülle der Natur schreibt Paul Gerhardt, passen wir auf, dass uns die Vielfalt erhalten bleibt.

In der Mitte des Liedes, in der 8. Strophe spricht er davon, dass alle unsere Sinne erweckt werden durch die unglaubliche Vielfalt, die uns geschenkt wird.

 

Ich selber kann und mag nicht ruhn,

des großen Gottes großes Tunerweckt mir alle Sinnen;

ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt

aus meinem Herzen rinnen, aus meinem Herzen rinnen.

 

Das wünsche ich uns allen, dass wir so große Freude und Dankbarkeit spüren können, für die wunderbare Natur, die Tiere, die nun wieder das Licht der Welt erblicken, und die Pflanzen, die nun aufblühen und uns überströmen mit Farben, Formen und mit ihren betörenden Düften. Ich möchte mich dem Dichter anschließen mit seinem Lob und Dank für die Schöpfung. Und diese Freude können wir nicht für uns allein behalten. Wir teilen sie anderen mit und geben die Freude weiter.                                              Karin Niederkrome

 

 

 

Homeoffice

Nun sind wir schon zwei Monate lang nur noch in unseren Häusern oder Zimmern und können bestenfalls einen kleinen Spaziergang machen. Da braucht es sehr viel Geduld und Ausdauer, damit einem die Decke nicht auf den Kopf fällt. Vielleicht wird es noch eine Weile dauern, aber irgendwann – und die Zeit kommt näher – steht uns die Welt wieder offen.

Ich glaube, diese Freiheit ersehnen sich die vielen Großeltern am meisten, die ihre Enkelkinder endlich wieder in die Arme schließen können. Aber ich glaube auch, dass sich viele Kinder danach sehnen, endlich ihre Großeltern wieder zu sehen, um ihnen von den vielen Abenteuern zu erzählen, die sie ohne die Omas und Opas in der Zwischenzeit erlebt haben.

„Oma, wir waren die ganz Zeit in unserer Wohnung. Wir wussten schon gar nicht mehr, was wir spielen sollten. Und jeden Tag mussten wir unser Kinderzimmer aufräumen, weil Mama und Papa sonst gar nicht mehr über unser Spielzeug klettern konnten!“- „Und Opa, weißt du was? Am Wochenende haben wir eine Fahrradtour gemacht bis in die Stadt. Und das Beste war, dass wir alle Eis gegessen haben. Hinsetzen konnten wir uns ja noch nicht, das war verboten, aber wir haben das Eis im Stehen gelutscht. Das war sehr lecker!“ – „Und Oma, heute durfte ich das erste Mal wieder in die Schule. Das war vielleicht komisch. Andauernd mussten wir uns die Hände waschen und wir durften gar nicht in der Klasse umherlaufen. Wir mussten immer auf unseren Plätzen sitzen bleiben.“ – „Ja, Oma, das war echt doof!“ – „Es waren auch gar nicht so viele Kinder da! Und wir haben nur gelesen und ein bisschen gerechnet, sonst nichts!“ – „Und auf dem Schulhof war es auch ganz anders. Wir durften nicht rennen, kein Fußball spielen und schon gar nicht fangen spielen! Aber es hat mir trotzdem gut gefallen. Endlich durfte ich wieder in die Schule!“

Wer hätte das vor 2 Monaten gesagt?! Na, ja, einige gehen ja wirklich gerne in die Schule, aber dass man so gerne in die Schule geht, wie jetzt, das hätte wohl kein Kind und kein Erwachsener jemals gedacht.

Richtig erleichtert sind bestimmt auch die Eltern, dass jetzt wenigstens ein Kind oder zwei wieder in die Schule gehen dürfen. Die Kitas sind ja nur für Notdienste geöffnet. Es dauert noch bis Ende Mai, bis die Kindergartenkinder wieder in die Einrichtungen gehen dürfen.

Solange müssen die Väter und Mütter noch zu Hause bleiben und dort ihre Arbeit verrichten, wenn sie nicht an ihren Arbeitsplätzen und in ihren Büros arbeiten dürfen oder können.

Eine ganz neue Situation für die meisten Berufstätigen. Jeden Morgen zu Hause bleiben und trotzdem seine Arbeitsstunden ableisten, an einem Platz am Küchen- oder Wohnzimmertisch oder im Schlafzimmer, je nachdem, wo gerade Platz ist. Und nebenbei auf die Kinder achten. Die Kinder müssen ebenfalls zu Hause ihre Schul- und Hausaugaben verrichten, bekommen jede Woche per Post oder per Internet neue Aufgaben und müssen die gemachten Aufgaben  abliefern.

Wenn nur Mutter oder Vater zu Hause arbeitet, dann ist auch nur eine Person da, die alle Arbeit organisieren muss: Frühstück machen, aufräumen, putzen, waschen, bügeln, einkaufen, sich selber an den Schreibtisch setzen, PC an und arbeiten.

„Mama, kannst du mal gucken. Ich verstehe die Aufgabe nicht!“-„Zeig mal. Aha, das verstehe ich auch nicht!“- „Aber du musst das verstehen! Sonst kann ich nicht weiter machen.“ – „Na, komm, versuchen wir es mal!“ Und während sich die Mama in die Matheaufgabe der Klasse 3 einarbeitet, kommt  die fünfjährige Marie dazu. „Mama, meine Puppe hat ihre Haare ganz unordentlich, kannst du sie mal eben kämmen? Hier ist die Bürste und ein Haargummi habe ich auch schon mitgebracht.“ – „Marie, warte einen Moment, ich mache gerade Mathe mit Ben.“- „Ich will aber nicht warten, Susi braucht jetzt eine neue Frisur!“ – „Pass mal auf, Marie, sing Susi doch ein Lied vor und erzähl ihr eine Geschichte, dann kämme ich deine Susi! Und sag ihr, dass sie warten soll!“ – „Ben, sieh mal, hier steht doch, dass vier Kinder 14 Bonbons haben. Wieviel Bonbons bekommt dann jedes Kind?“ – „Ich will auch ein Bonbon haben!“ ruft Celine. „Ich auch und Susi auch!“ – „Es gibt jetzt keine Bonbons, ich rechne!“, schreit Ben dazwischen. „Mama, so kann ich nicht lernen!“

„Ich auch nicht!“, denkt Mama und denkt mit Schrecken daran, dass sie gleich etwas kochen muss und eigentlich schon seit einer Stunde am PC arbeiten müsste. 

„Mama, Susi will kein Lied mehr hören!“ -  „Das ist gut, dann ist hier wenigstens Ruhe!“, freut sich Ben, während Mama sich die nächste Matheaufgabe durchliest.

„Mama, hier ist die Bürste. Susi und ich wollen einkaufen!“ – „Ihr könnt gar nicht einkaufen, wir müssen zu Hause bleiben!“, beschwert sich Ben. „Ich will ja auch nicht in echt einkaufen, ich spiele das ja nur!“ Celine schmeichelt sich an Mama: „Mama, was ist jetzt mit dem Bonbon, kriegen wir nun eins oder nicht?“ – „Nein, Bonbons gibt es erst nach dem Mittagessen, ihr könnt einen Apfel essen!“ -  „Du hast gesagt, dass es 14 Bonbons gibt, wo sind die denn?“

„Pass mal auf Ben. Ihr seid doch hier drei Kinder und hier lege ich mal 14 Steine hin, das sollen die Bonbons sein. Wieviel Bonbons sind das für jedes Kind?“ „Mama, das sind ja gar keine Bonbons, das sind Legosteine, die kann man nicht essen! Das hast du selber gesagt!“, meint Marie.

„Ich habe keine 14 Bonbons, die ich hier auf den Tisch legen kann, wir spielen es doch nur, damit Ben das versteht!“ – „Also, ein Bonbon für mich, eins für Marie und eins für Celine!“, so legt Ben die Bonbons hin. Marie und Celine schauen gespannt auf die Legosteine. „Aber Mama, das geht doch gar nicht, es bleiben zwei Bonbons über!“ – „Die nehme ich dann!“ ruft Marie, „ Und eins gebe ich Susi ab!“

„Richtig, Ben, jedes Kind bekommt drei Bonbons und zwei bleiben übrig!“ freut sich Mama erleichtert, dass Ben die Aufgabe geschafft hat.

Und während Ben alles ordentlich in sein Heft schreibt, nimmt Mama Susi auf den Arm und kämmt sie. „Nein, sie soll einen Pferdeschwanz haben und nicht so eine blöde Frisur.“ Mama bürstet die Haare noch einmal und bindet Susi einen Pferdeschwanz. „So jetzt könnt ihr Einkaufen spielen!“

Celine schmiegt sich an Mama an: „Du hast heute Morgen noch gar nicht mit mir gekuschelt!“

Mama nimmt Celine auf den Arm und trägt sie mit zum Computer. „Nun aber schnell an die Arbeit!“ denkt Mama, ihr Computer ist schon eine ganze Weile warm gelaufen, so dass sie nun schnell beginnen kann. Im linken Arm hält sie Celine, mit der rechten Hand ruft sie ihr Programm auf.

„Mama, ich habe Hunger! Was gibt es heute zum Mittagessen?“

Mama schaut auf die Uhr. Ach, du liebe Zeit, schon so spät?!

Sie geht mit Celine in die Küche und setzt sie auf die Arbeitsfläche. „Ich will mithelfen!“ – „Ich auch!“, ruft Marie. Also gut, Marie kommt auch noch auf die Arbeitsfläche. Sie darf die Paprika waschen. „Ich auch!“ und schon ist die Arbeitsfläche überflutet. Mama putzt das Wasser weg und setzt einen Topf mit Nudelwasser auf. Die Zucchini wäscht und schneidet sie lieber selbst, die Kinder dürfen das geschnippelte Gemüse in die Pfanne geben und umrühren. 

Alles zieht sich, und Ben fragt nach der nächsten Aufgabe, die er nun gar nicht mehr versteht. „Ben, legst du deine Aufgaben beiseite und deckst du bitte den Tisch?“ – „Muss das sein?“ – „Ja, bitte!  Danach machen wir gemeinsam die Hausaufgaben in Mathe weiter.“

Irgendwann ist das Essen gekocht und aufgefüllt und allen schmeckt es sehr gut.

„Mama, was ist denn jetzt mit den 12 Bonbons, die hast du uns doch versprochen nach dem Essen!“ -  „“Na, ich glaube ein Bonbon für jeden von euch ist wohl genug!“

Endlich am Ziel: Das Bonbon ist die Krönung des Vormittags, nun noch Zähne putzen und die beiden Kleinen zum Mittagsschlaf in ihre Bettchen bringen, mit dem Großen noch eben die Matheaufgabe lösen und dann aber an den Computer. Es müssen noch acht Stunden gearbeitet werden.

Das, was die Mama hier in dieser Familie versucht, und was ihr am Vormittag gar nicht gelingt, nennt man home office, dass was sie mit Ben macht, nennt man home schooling, was sie mit Marie und Celine versucht, nennt man home entertainment. Und was die Mama hier noch leistet ist die ganz normale Hausarbeit.

Bestimmt habe ich noch eine ganze Menge anderer Aufgaben hier vergessen.

Manche Firmen wollen das home office auch nach der Zeit von Corona beibehalten und ihren Angestellten anbieten.

Karin Niederkrome

Maskerade

 

Neuerdings müssen wir alle Masken aufsetzen, wenn wir einkaufen oder mit der Straßenbahn oder mit dem Bus fahren wollen. Nur wenn wir Auto fahren, dürfen wir keine Maske tragen. Das kostet 60,00€ Bußgeld! Die Maske würde uns nicht so sehr beim Fahren stören. Aber, wenn wir eine Maske tragen, würden wir nicht mehr erkannt werden, wenn wir geblitzt werden. Und das geht doch wirklich nicht!!

Der Beifahrer allerdings darf eine Maske tragen, wenn er überhaupt mitfahren darf.

Ich habe in der letzten Woche begonnen, Masken selber zu nähen. Blickdichte Baumwollstoffe, helles beige mit ganz dezentem Muster, hatte ich noch zu Hause in meiner Näh- und Bastelecke liegen und ich hatte noch 2m Gummiband, solches, das man früher in die Schlüpfer nähte.

Im Internet habe ich mir angesehen, dass ich pro Maske 40x20cm

Stoff brauche, den ich dann säume und falte und nähe und schließlich noch 20cm Gummiband, das ich an jede Seite nähe. Alles mit der privileg Nähmaschine, die mir meine Schwiegermutter 1975 zum Geburtstag schenkte. Hält bis heute.

Ich schnitt erst einmal 10 Masken zu, nähte die erste und stellte fest, dass sie zu groß war. Ich konnte jede zugeschnittene Maske halbieren und würde auf diese Weise also 20 Masken bekommen.

Ich bin bis Maske 5 gekommen, dann war das Gummiband verbraucht. „Ach, das ist nicht schlimm. Morgen kaufe ich sowieso ein, dann hole ich neues Gummiband.!“

Es gibt gar kein Gummiband mehr. Dort in dem Nähregal, in dem sonst 20 verschiedene Sorten Gummiband hingen, hing nichts mehr, alles war leer, eine große leere Wand.

Gut, Gummitwist dürfen die Kinder in diesem Jahr sowieso nicht spielen, wenn sie nicht Geschwister sind.

„Also, irgendwann gibt es auch wieder Gummiband.“ Aber, ob ich es dann noch brauche? Werden wir dann noch Masken tragen?

Jetzt sieht man beim Einkaufen fast jeden mit einer Maske umherlaufen.

Da gibt es den coolen Machotyp, der eine ganz eng geschnittene Maske trägt, passend zu seiner ebenso geschnittenen Jeans.

Da trägt der ewig jung gebliebene pensionierte Akademiker und Golfspieler lässig seinen schicken roten Wollschal, zweimal um den Hals gewickelt und einmal über Mund und Nase. 

Der Schal rutscht ständig zurück auf seinen ursprünglichen Platz am Hals. Also packt er mit der linken Hand seine Sachen vom Band in den Korb und mit seiner rechten den Schal wieder vor Mund und Nase. Sehr lässig! Vielleicht sogar etwas nachlässig!

Und dann gibt es die jungen Mütter, die allesamt fröhliche bunte Masken tragen, auch für ihre Kinder, natürlich selbstgeschneidert, vegan und nachhaltig.

Bei etwas älteren Damen sehe ich ab und zu auch schon wieder gekaufte Masken aus der Apotheke. Gibt es dort wieder welche? Muss doch mal nachfragen! Ich blicke neidisch auf die Damen, die ihre Apothekenmasken selbstbewusst und mit etwas angehobener Nase tragen. Stilvoll!

Nicht zu vergessen die Männer, die einen Bart tragen. Sie haben ziemlich große Probleme den Bart unter einer Maske zu verstecken. Entweder tragen sie Übergröße oder gar keine Maske, nützt sowieso nichts, denn die Viren finden ihren Ein- und Ausgang immer durch den Bart zu Mund und Nase.

Modebewusste Mädchen und Frauen haben das Problem mit der Maske ja schon bevor sie das Haus verlassen. Sie haben in ihrem Kleiderschrank radikal eine ganze Stange leergeräumt für die Kleidersammlung. Sie wollten immer schon mal aufräumen! Auf dieser leergewordenen Stange hängen nun die in einer Boutique gekauften Masken. Jeden Morgen haben sie nun die Qual der Wahl: Welche Maske passt zu meiner Kleidung und welche Brille trage ich dazu?

Ja, und dann gibt es Menschen wie ich, tragen schlichte beige

Masken mit dezenten Tupfen, ein bisschen zu groß, ein bisschen zu klein, mit der heißen Nadel genäht und noch ein bisschen heraushängende Fäden. Bewundernde Blicke zieht man damit nicht auf sich! Noch nicht einmal neugierige!

Aber ich habe ja auch schöne Masken, tadellos selbstgenäht mit Drahteinlage, perfekter Sitz, drei verschiedene Muster. Die hat eine Freundin von mir genäht und mir geschenkt. Sie selbst näht inzwischen große Mengen und findet reißenden Absatz. Sie nimmt im Moment aber nur noch Bestellungen entgegen, wenn Gummiband mitgeliefert wird.

Diese Masken werde ich in diesem Sommer zu besonderen Anlässen tragen. Aber wann gibt es in diesem Sommer einen besonderen Anlass? Eigentlich sehe ich noch keinen, aber wenn, ….

Karin Niederkrome

 

 

Haben Sie auch Maskenfotos? Dann schicken Sie sie mir doch bitte. Hier hätten sie Platz und wir können raten: Wer ist wer?

Bleiben Sie behütet und gesund.

Herzliche Grüße

Iris Opitz-Hollburg

(Pn.OH@gmx.de)

 


Corona

und die Folgen für unsere Gemeinde

Liebe Berlebeckerinnen und Berlebecker,

die Ausbreitung des Corona-Virus stellt uns alle vor große Herausforderungen.

Auf Empfehlung der Landeskirche werden weiterhin alle Gemeindeveranstaltungen abgesagt.  Das bedeutet, dass der Konfirmandenunterricht, die Frauenhilfe, der Kurs zur Spiritualität, der Besuchskreis, die Jugendgruppen sowie die Proben von Kirchenchor und Musikkreis nicht stattfinden. Auch das Jugendcafé bleibt geschlossen.

Die Senioren werden zu ihrem Geburtstag nur auf ausdrücklichen Wunsch besucht. Sie erhalten einen schriftlichen oder fernmündlichen Geburtstagsgruß.

Die Konfirmation am 10. Mai wurde verschoben und wird voraussichtlich am 13. September nachgeholt.

Die Gold- und Diamantkonfirmation, die für den 27. September geplant war,

wird um ein Jahr verschoben und soll am 26. September 2021! stattfinden.

Für unseren Unterstützungsdienst, um z. B. dringende Einkäufe zu erledigen, haben sich mehrere Helfer gemeldet.

Auch für Gespräche sind wir selbstverständlich für Sie da.

Wenn Sie Gespräche wünschen oder Hilfe in Anspruch nehmen möchten, melden Sie sich bitte bei Pn. Opitz-Hollburg. (05231/47258)

Wir bemühen uns, diese Information dem jeweils aktuellen Stand anzupassen.

Aktuelle Informationen der Lippischen Landeskirche  finden Sie >>hier<< auf der Homepage der Lippischen Landeskirche.