Diakoniegottesdienst

Am 15. September fand in der Berlebecker Kirche der Diakoniegottesdienst statt.
Die Gottesdienstbesucher saßen an gedeckten Tischen, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von „Diakonie ambulant“ frühherbstlich geschmückt worden waren. Viele Patienten waren mit ihren Angehörigen gekommen und feierten den bunten Gottesdienst mit.
Die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden feierlich in ihr Amt eingeführt und für ihren Dienst gesegnet. Als Geschäftsführerin von „Diakonie ambulant“ überreichte Marianne Ulbrich allen einen Blumengruß. Sie dankte für den segensreichen Dienst, den die Patienten immer wieder durch die Mitarbeiter erfahren dürfen.
Nach dem Gottesdienst waren alle zum Mittagessen und Kaffeetrinken eingeladen und ließen es sich schmecken.
Vielen Dank allen, die zum Gelingen dieses schönen Diakoniefestes beigetragen haben.

 

Gemeinde bewegen

Ehrenamtlich tätig werdenals Mitglied im Kirchenvorstand

Haben Sie vielleicht schon einmal darüber nachgedacht, ob das Ehrenamt im Kirchenvorstand etwas für Sie wäre? „Gemeinde bewegen“ – unter diesem Motto sind im kommenden Jahr, am Sonntag, 1. März 2020, die nächsten Wahlen zum Kirchenvorstand in den Gemeinden der Lippischen Landeskirche. Für das Leben unserer Gemeinden ist dieses Gremium unverzichtbar – die Mitglieder (Kirchenälteste) leiten die Gemeinde gemeinsam mit der Pfarrerin. Der Kirchenvorstand hat eine Vielfalt an Aufgaben. Zum Beispiel legen die Kirchenältesten die Schwerpunkte der Gemeindearbeit fest (Gottesdienste, Diakonie, Kirchenmusik, Jugendarbeit, etc.), vertreten die Gemeinde in der Öffentlichkeit, haben die Aufsicht über das Gemeindevermögen und die Immobilien, gewinnen und fördern Ehrenamtliche. Jedes Mitglied kann in Ausschüssen, die dem Kirchenvorstand zugeordnet sind, seine Begabungen, Kompetenzen oder Kenntnisse mit einbringen. Von Jugend- oder Öffentlichkeitsarbeit über die Mitarbeit im Bau- oder Finanzausschuss, vieles ist denkbar und möglich. In unserer Gemeinde übernehmen die Kirchenältesten auch Küsteraufgaben und die Mitgestaltung der Gottesdienste.
Wenn Sie sich die Mitarbeit im Kirchenvorstand vorstellen
können und Sie sich von bestimmten
Aufgabenfeldern unserer Kirchen-gemeinde angesprochen fühlen, wenden Sie sich gerne für weitere Informationen an Pn. Opitz-Hollburg oder Ute Stührenberg die Vorsitzende des Kirchenvorstands. Gewählt werden in den Kirchenvorstand können Sie, wenn Sie Mitglied der Gemeinde und 18 Jahre alt sind.

Wir freuen uns auf Sie!

Was macht Gemeinde aus?

Eine Ortsgemeinde ist zunächst ein Stück Heimat. Wenn Dorfbewohner in Brandenburg und Mecklenburg ihre Kirche retten, obwohl sie selbst keiner Kirche angehören, geht es ihnen um mehr als nur ein Gebäude. Wer den Kirchturm aus der Ferne sieht, kommt heim. Die Kirche steht für die kulturelle Identität: wie man heiratet, Kinder tauft, erwachsen wird, die Toten bestattet und die Gräber pflegt.
Auf ähnliche Weise verbinden Kirchengemeinden die Menschen auch weltweit. Wer ein paar Jahre im Ausland verbringt, sucht oft Anschluss in der Auslandsgemeinde. Im Gottesdienst singt man vertraute Lieder und trifft Menschen, die die eigene Sprache sprechen und die gleichen Umgangsformen haben.
Kirchengemeinden bestätigen Menschen aber nicht nur in dem, wie sie sind. Gute Pastoren regen in ihren Predigten dazu an, grundsätzlich über das eigene Leben nachzudenken. Sie zeigen, dass das Leben mehr bereithält, als der eintönige Alltag herzugeben scheint: die Botschaft von der Liebe Gottes, die einen auch in großer Not tragen kann. Im Zentrum aller Kirchengemeinden steht der sonntägliche Gottesdienst. Da kann man schon mal den Eindruck haben, es kämen vor allem die, die um diese Zeit sonst niemanden haben, die Aufmunterung, Trost und Gesellschaft suchen. Während andere lieber ausschlafen – und selten zum Sonntagsgottesdienst kommen. Nach Katastrophen, Attentaten oder schlimmen Unfällen trauen aber die meisten Deutschen es immer noch den Kirchen zu, ihrem Entsetzen Ausdruck zu verleihen.
Eines sollten Kirchengemeinden auf keinen Fall sein: in sich verschlossene religiöse Gruppen. Wie ihre jüdischen Vorfahren empfanden schon die ersten Christen ihre gemeinsamen Feiern nicht als „religiösen Kult“ (griechisch: „thiasos“), sondern als „ekklesia“. Das grie­chische Wort für Kirche geht auf das Verb „ek-kalein“ zurück, „herausrufen“ – nämlich aus den Privathäusern in die öffentliche Versammlung.

Burkhard Weitz


Aus: „chrismon“, das evangelische Monatsmagazin der evangelischen Kirche. www.chrismon.de