Gemeinde bewegen

Ehrenamtlich tätig werdenals Mitglied im Kirchenvorstand

Am Sonntag, 1. März 2020, sind Kirchenvorstandswahlen. Dann können Sie mitbestimmen, wer in unserer Kirchengemeinde Verantwortung übernehmen soll. Und vielleicht möchten Sie ja auch selbst Kirchenälteste oder Kirchenältester werden?

     Mitwählen können Sie, wenn Sie mindestens 14 Jahre alt und in das Wählerverzeichnis der Gemeinde eingetragen sind. Solch ein Wählerverzeichnis wird erstellt, wenn es mehr Kandidaten als Plätze im Kirchenvorstand gibt.

     In diesem Verzeichnis der wahlberechtigten Gemeindeglieder können Sie vom 27. Januar bis 6. Februar 2020 nachprüfen, ob Ihr Name aufgeführt ist. Die Auslage des Verzeichnisses wird rechtzeitig im Gottesdienst bekannt gemacht.
 
     Wenn Sie jemanden für die Wahl in den Kirchenvorstand vorschlagen wollen, können Sie Ihren Vorschlag in der Zeit vom 11. bis zum 30. November 2019 bei unserem Kirchenvorstand einreichen. Gewählt werden können Sie, wenn Sie 18 Jahre alt und bereit sind Verantwortung in der Gemeindeleitung zu übernehmen.
    
In der Gemeindeversammlung am 10. November 2019 nach dem Gottesdienst werden wir als Kirchenvorstand ausführlich über die Kirchenvorstandswahl informieren.

Segen bringen, Segen sein

„Frieden im Libanon und weltweit“ heißt das Leitwort der 62. Aktion Dreikönigssingen 2020.

 

Am Sonntag, den 12.01.2020, in der Zeit von etwa 11.30 Uhr bis 16.00 Uhr sind die kleinen und großen Könige wieder in den Straßen der Ortsteile Berlebeck, Heiligenkirchen und Schling unterwegs. Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+20“ bringen die Mädchen und Jungen in der Nachfolge der Heiligen Drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen, sammeln für benachteiligte Kinder in aller Welt und werden damit selbst zu einem wahren Segen.
Das Vorbereitungstreffen findet am Donnerstag, den 09.01.2020 um 17.00 Uhr in der Kirche in Berlebeck statt. Hierzu sind alle interessierten Kinder und erwachsene Helfer ganz herzlich eingeladen!
Die Aussendungsfeier findet am Sonntag, den 12.01.2020 um 11.00 Uhr ebenfalls in der evangelischen Kirche in Berlebeck statt, von hier aus werden die Sternsinger im Anschluss losziehen.
Nadine Weber

Literaturnachmittag der Frauenhilfe

Am 23. Oktober war Karin Niederkrome zu Gast bei der Frauenhilfe. Nach Kaffee und Kuchen stand die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff auf dem Programm. Viel Interessantes wusste Karin Niederkrome über die Dichterin zu berichten:
„Blamieren mag ich mich nicht“
Das war für Annette von Droste-Hülshoff ein wichtiger Wegbegleiter für ihr umfangreiches literarisches Werk: Gedichte, viele geistliche Gedichte, Balladen, epische Dramen, Sozialkritisches wie die Judenbuche, Trauerspiele. Sie war nicht nur als Dichterin ihrer Zeit weit voraus, sondern auch im Erkennen und Aufzeigen von bis heute aktuellen Problemen in der Welt.  
Geboren 1897 auf der Burg Hülshoff im Münsterland erfuhren sie und ihre drei Geschwister durch ihre christlichen Eltern eine freiheitliche Erziehung. Die Gedanken der Französischen Revolution und der Aufklärung setzten sich auch in Westfalen durch, wenn auch langsamer und in gemäßigter Form. Annette war ein sehr wissbegieriges und aufgewecktes Kind, voller Fragen. „Vater, wenn du im Himmel bist, hast du dann auch noch deinen Leberfleck auf der Stirn?“ „Nein, dann werden wir alle vollkommen sein und wieder jung!“ Annette schluchzte: „Aber dann erkenne ich dich ja gar  nicht wieder.“
Mit 7 Jahren schrieb sie ihre ersten Gedichte, 20 sammelte die Mutter in diesem Jahr. Auch die Mutter und der Vater Clemens August Droste zu Hülshoff, erkannten bald das Talent ihrer Tochter. Die Kinder bekamen einen Hauslehrer, auch Annette und ihre ältere Schwester Jenny durften an dem Unterricht teilnehmen, was auch in Adelsfamilien unüblich war.
Mit 12 Jahren begann Annette zu komponieren und schrieb Gedichte wie  „Der Abend“, „Abendgefühl“ und „Lied eines Soldaten in der Ferne“. Jeder, so schreibt sie, macht sich in einem Krieg schuldig, niemand hat das Recht auf seiner Seite.
Annette bekam mit 12 Jahren Beratung und Begleitung durch Anton Maria Sprickmann (1749-1833), einem Professor an der Uni Münster und Literaturkenner. Der Kontakt riss bis zu seinem Tode nicht ab.
Die Brüder Grimm traf sie in einem Literaturzirkel auf Bökendorf, dem Wohnsitz derer von Haxthausen. Wilhelm Grimm hielt sie für gar nicht angenehm, weil sie zu viel diskutierte und nicht sanftmütig war. Sie mochte ihn auch nicht, weil er wenig aufgeklärte Ansichten vertrat.
Heinrich Straube, ein zurückhaltender Literat, wurde ihre große Liebe. Aber die Verwandtschaft brachte die beiden durch eine Intrige auseinander. Sie schrieb:
„Verlassen, aber einsam nicht,
Erschüttert, aber nicht zerdrückt,
So lange noch das heil’ge Licht
Auf mich mit Liebesaugen blickt“.
Sie blieb allein und setzte sich mit ihrer Literatur und in unzähligen Briefen und Gesprächen für die Rechte der Natur und der Menschen ein. Sie zeigte Zivilcourage, was viele ihrer Zeitgenossen für nicht weiblich und nicht angemessen hielten.
In „Die Judenbuche“ beschreibt sie eine Dorfgemeinschaft, die sich gegen die Juden stellt. Gerade heute ist der Hass wie damals zu bekämpfen. Auch hier geht es, wie in allen ihren Werken, um das Zusammenspiel von Mensch und Natur, wie auch in der Ballade „Der Knabe im Moor“.
Sie war ihrer Zeit weit voraus, vielleicht wurden deshalb nur wenige Werke von ihr berühmt.
Schwer krank starb Annette von Droste-Hülshoff 1848 bei ihrer Schwester auf der Meersburg und wurde dort auch auf dem Friedhof beigesetzt.
„In hundert Jahren möchte ich gelesen werden.“, schreibt sie. 200 Jahre sind inzwischen vergangen und die Themen Krieg, Hass, Zerstörung der Natur sind aktueller denn je. Besinnen wir uns wie sie auf die Liebe zu den Menschen und der Natur.
Karin Niederkrome

Das neue JugendCafé stellt sich vor

Hallo! Wir sind die Teilnehmer des JugendCafés Berlebeck. Wir treffen uns jede Woche freitags von 18-20 Uhr, spielen, lachen, haben gemeinsam Spaß und werden Freunde. Jedes Mal gibt es auch einen kurzen, inspirierenden Gedanken zum Glauben. Manchmal machen wir besondere Aktionen, wie Pizzaessen, einen Frittierabend, oder das Fotoprojekt „Lichtmalerei“. Ein paar der Ergebnisse sind auch hier zu sehen. Wenn du zwischen 12 und 15 Jahren bist, dann komm gerne vorbei und mach dir ein eigenes Bild!
Wir freuen uns auf dich!

Dima Langemann

Die Berlebecker Kirche als Pfadfinderherberge

Der goldene Oktober begleitete uns, sieben Pfadfinder aus dem Stamm „Angeln Süd“ vom Ring Evangelischer Gemeindepfadfinder (REGP), die meiste Zeit auf unserer Wanderung quer durch einen Teil des Teutoburger Waldes.  
Nach der langen Anreise mit der Bahn aus dem nördlichen Schleswig-Holstein haben wir die erste Nacht in Oerlinghausen verbracht, bevor die eigentliche Tour begann. Schon auf unserer ersten Etappe auf dem Hermannsweg von Oerlinghausen nach Hiddesen gab es viel zu entdecken:  Die Ruine einer Kapelle, eine Gedenkstätte, Steine mit Sprüchen.
Am zweiten Tag wanderten wir zum Hermanns-denkmal und genossen nach einer Pause die großartige Aussicht. Nach einem kleinen Rätselraten über die Ausmaße von „Hermann“ ging es weiter zur Adlerwarte nach Berlebeck. Dort konnten wir eine spannende Flugshow erleben. Dann ging es weiter zum Gemeindehaus. Wir wurden sehr herzlich empfangen. Von dort folgten wir nach einer erholsamen Nacht weiter dem Hermannsweg bis zu den Extersteinen, die nicht unerkundet blieben.
Weiter ging es quer durch den Wald und durch eine sehr, sehr lange Allee bis nach Schlangen, wo unsere Tour auch schon endete.
Auch auf dieser Wanderung stellten wir mal wieder fest, dass die vielen Höhenmeter schon ziemlich anstrengend  sein können für die Beine eines Schleswig-Holsteiners. Da ist es schön, dass wir in Gemeindehäusern zu Gast sein konnten und immer herzlich empfangen wurden und bestens aufgehoben waren. Vielen Dank!

Sönke Schodder

Musikalischer Abendgottesdienst

in der Berlebecker Kirche

Die Uhren mussten zurückgestellt werden. Am 27. Oktober endete die Sommerzeit. Nun war es schon um 18.00 Uhr dunkel. Dadurch konnten wir den Abendgottesdienst bei Kerzenschein feiern.
Alexandra Kazmierczak mit ihrer warmen Altstimme und Wilhelm Michael an der Orgel gestalteten den Gottesdienst musikalisch. Eingang und Ausgang, Psalm und das Fürbittengebet mit Johann Sebastian Bachs „Schaffs mit mir Gott“ wurden musiziert und machten den Gottesdienst zu einer besonderen Stunde in Gottes Gegenwart. Die Gottesdienstbesucher konnten erleben, wie die  Bitte des Prophete Jeremia „Heile du mich, Herr, so ist mir geholfen“ auch über die Musik Erfüllung findet. Das war auch Levin Steinbach abzuspüren, der nach seiner Taufe selig an der Schulter seines Vaters schlummerte.